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Soul Cake


Im Winter in Berlin kann man schon mal schlecht draufkommen.


Es ist hier normaler Weise grau, nass und draussen sehr ungemütlich. Dazu kommt in der Regel das Gruseln vor dem Advent, der einem aber auch alles abverlangt: Ein Termin jagt den anderen, Weihnachtsgeschenke müssen a) erdacht und b) besorgt werden, dazu sind wir ja alle o, so besinnlich drauf.


Und machen Jahr auf Jahr alles falsch, was diese wunderbare Zeit uns eigentlich sagen will: Die Natur legt ab, macht dicht, bereitet sich vor auf eine karge Zeit. Wir indes? Wir sehen der Völlerei entgegen. Wir werden es wieder übertreiben mit Geschenken, mit dem Essen, dem Trinken und je nach Disposition mit anderen Dingen. Wir werden unserem Körper keine Ruhe gönnen. Unserer Seele schon gar nicht. An die zu denken, dafür haben wir gar keine Zeit. Das machen wir, wenn alles – hoffentlich! – gut gelaufen ist. Dann aber, dann nehmen wir uns die großen Ziele vor. Denn im Neuen Jahr wird sicher alles besser.


Nur, um uns dann ein Jahr später in demselben Hamsterrad wiederzufinden.


Machen wir es doch dieses Jahr mal anders und folgen dem natürlichen Rhythmus. Schalten wir einen Gang runter. Kaufen wir kein unnützes Zeug, nur, um irgend etwas zu schenken. Chatten wir nicht. Treffen wir einander und schenken einander – Zeit!


Halten wir inne und tun es der Natur gleich. Es wird kalt werden. Teilen wir Wärme. Mit denen, die wir lieben. Und geben ein bisschen ab an diejenigen, die sie brauchen. Jeder wird im Umfeld einen Menschen haben, der gerade jetzt davon etwas nötig hat. Schauen wir uns um, schauen einmal nicht auf uns selbst und machen uns ernste Gedanken darüber, wem wir wie eine echte Freude machen können. Es ist eigentlich sehr einfach ...


An apple, a pear, a plum or a cherry, any good thing to make us all merry.






Mesamis,

wir sind drin im Advent. Ich hatte dieser Tage einen Austausch mit einem FB-Bekannten, der Weihnachten ganz schrecklich findet und dies sehr deutlich meinte kundtun zu müssen. Ich kenne einige Leute, für die Weihnachten eine Qual zu sein scheint, und die nur den Konsum und das Kitschige an dieser Jahreszeit sehen. Doch Weihnachten ist, was jeder daraus macht, finde ich. Ich muss mich dem Konsumzwang ja nicht unterwerfen ... und wenn ich so ungerne Zeit mit meiner Familie verbringe, wäre es in meinen Augen höchste Eisenbahn, daran zu arbeiten. Letztlich soll und muss jeder dieses Fest so verbringen, wie er es am besten findet. 

Bei uns ticken die Uhren langsamer, wir spielen und lesen gemeinsam, wir freuen uns über gutes Essen und die großen Kleinigkeiten: Dass wir gesund sind, dass wir auch in diesem Jahr den leckeren Gänsebraten meiner Mutter genießen können werden, dass wir ein warmes, gemütliches Zuhause haben, und dass wir am 2. Weihnachtsfeiertag mit lauter uns lieben Menschen Zeit verbringen werden.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Advent.





Schreiben ist eine feine Sache. Lesen ganz genau so! 

In diesem Sinne
schöne Grüße
Beate
2. Dezember .2016


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